...die etwas andere Spielidee! Wandelwinde ist ein Legespiel aus der Welt der Flechtbandornamente. 101 + 7 Karten für 1 - 6 Spieler.
Für das Spiel wurden die Bänder an Schnittpunkten zerlegt, die viele Kombinationen, verblüffende Wandlungen und wunderschöne Bilder entstehen lassen. Die Winde wächst von Karte zu Karte, fliesst in immer neue Gestalten und wandelt ihre wundersame Form. Aber aufpassen, dass jede Ranke weiterführt und dass sich die Winde zum Gesamtbild schliesst!
DIE WANDELWINDE BESTEHT AUS EINHUNDERTACHT KARTEN
Die Motive der 101 Bildkarten entspringen historischen Vorbildern. Sie sind mit erzählenden Bildelementen kombiniert und zurückhaltend aber ansprechend illustriert. Das Spiel möchte an eine vergangene Kultur erinnern, den Sinn für Fliessen, Form und Rhythmus wecken, und ielleicht zum persönlichen Erleben beim Zeichnen anregen.
Sieben Textkarten sind im Kartenstapel versteckt. Sie bereichern mit Gedanken verschiedener Menschen und Kulturen der Welt die Spielathmosphäre.
Wandelwinde kommt aus einem Geist der Ganzheit und bietet einen Freiraum. Sie ist kein Orakelspiel, welches das eigene Glück in den Mittelpunkt stellt. Das Spiel mit der sich wandelnden Winde wirkt auf einer höheren Ebene aufbauend und heilend, ist aber trotzdem lebendig und macht Spass.
Wandelwinde kann ab der Schulreife gespielt werden
und ist für jedes Alter eine Quelle geistiger Belebung. Wandelwinde bietet Raum zu schöpferischer Ruhe und zur Begegnung mit sich selbst.
FLECHTBANDORNAMENTE werden heute oft als dekoratives Mittel zur Gestaltung freier Flächen angesehen. Ihr Ursprung hat aber rituellen Charakter. So sehen wir zum Beispiel in den keltischen und langobardischen Meisselungen seit dem zehnten Jahrhundert Linien, die sich dem eingeweihten Priester in der Meditation offenbarten. Sie sind Ausdruck für die Verflechtung der geistigen und der irdischen Welt, wobei die Linie (Rite) auch für den schwingenden Ton als Ursprung allen Seins steht (Joh.1).
Die Auffassung dieser Linien reicht von streng geometrischen Ausprägungen bis zu frei schwingenden Formen höherer Gesetzmässigkeiten, deren Verinnerlichung den Charakter eines Mantras haben kann.
Ähnlich wie Wasser sich durch freies Fliessen vitalisiert, belebt sich der Geist durch das Nachfahren der Linien mit den Augen. Darin bestand auch ein Sinn der Flechtbandreliefs in den Kirchen. Flechtbänder stehen auch für Unendlichkeit, weil wir beim Nachfahren der Linien zum Anfang zurückkehren.